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28.01.2013 | Böhme-Zeitung / Sven Appel
Waldradweg bald wieder nutzbar
Böhme-Zeitung / Sven Appel
Strecke im Naturschutzgebiet schließt Lücke zwischen Ehrhorn und Niederhaverbeck
Die Erneuerung des Wegs geht auf einen Antrag der CDU-Ratsfraktion zurück. „Auch mit dem Gedanken, den Bahnhof Wintermoor für Touristen interessant zu halten“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Welf-Heinrich Klaer. Denn ein Lückenschluss zwischen Ehrhorn und Niederhaverbeck sei „touristisch wichtig“.
Ein Schild an der Landesstraße 211 auf Höhe Haus Ehrhorn zeigt den Fuß- und Radweg durch den Wald an. Foto: Sven Appel
 as Schneverdingen. „Die Trasse ist noch da – aber nur für die erkennbar, die den Weg kennen“, so Detlef Lerch, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt, Ordnung der Stadt Schneverdingen. Im Bauausschuss berichtete er jüngst von einer Besichtigungstour, die ihn quer durch den Wald von Ehrhorn nach Niederhaverbeck führte.

Dort war vor gut zwei Jahrzehnten auf Initiative der niedersächsischen Landesforsten, Forstamt Sellhorn, ein von der Landesstraße 211 abgesetzter Fuß- und Radweg durch den Wald ausgebaut und mit Mineralgemisch befestigt worden.

Bis vor drei, vier Jahren sei dieser noch regelmäßig genutzt worden, so Lerch. Doch aufgrund fehlender Beschilderung sei der Weg nach und nach in Vergessenheit geraten. Ergebnis: Die rund viereinhalb Kilometer sind verwildert und „kaum noch nutzbar“.

In Zusammenarbeit mit den Landesforsten und der Gemeinde Bispingen – etwa ein halber Kilometer des Wegs liegt auf Bispinger Gebiet – soll der Weg wiederhergestellt und so die Lücke des Fahrradwegs im Naturschutzgebiet zwischen Haus Ehrhorn und Niederhaverbeck geschlossen werden. Dafür sprach sich der Ausschuss einstimmig aus. Die Strecke als „Natur- und Freizeitweg“ aufzuarbeiten, sei mit „Bordmitteln“ der Landesforsten möglich, sagte Lerch. Ziel sei es, „dass man dort wieder problemlos mit dem Rad plus Kinderanhänger fahren kann“. Eine entsprechende Beschilderung des Wegs müsse von den Gemeinden übernommen werden. „Ich hoffe, dass der Weg bis zur Saison wieder nutzbar ist.“

Der Streckenabschnitt ist Teil des Radwegs „Heideerlebnis“ sowie des Wümmeradwegs, der als Rundkurs über 250 Kilometer vom Wilseder Berg bis nach Bremen führt. Zudem werde das Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide per Rad erreichbar.

 

 

Eigene Mittel reichen nicht

Langfristig werde der Bau einer asphaltierten Radstrecke entlang der Landesstraße angestrebt, so Klaer. „Aber es ist klar, dass dies mit Schneverdinger Mitteln nicht zu machen ist.“ Es sei unrealistisch, davon auszugehen, dass ein Radweg entlang der L 211 „in einem absehbaren Zeitfenster vom Land gebaut“ werde, nahm Lerch diesem Punkt Wind aus den Segeln.

 

Die Strecke sei auf der Prioritätenliste des Landkreises für den Bau neuer Radwege an Landesstraßen als erster Abschnitt des „mittleren Bedarfs“ gelistet – hinter acht Strecken des „vordringlichen Bedarfs“.

„Es wäre zurzeit vermessen, auf mehr zu drängen – und kontraproduktiv“, verwies Lerch auf das „vordringliche“ Projekt auf Schneverdinger Gebiet: den Bau des Radwegs an der Landesstraße 171. „Wir hoffen, dass wir beim Lückenschluss zwischen Schülern und Sprengel bald positive Signale bekommen.“ 567662

 

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