Pressearchiv

04.10.2013 | Böhme-Zeitung/Richard De Vries
Mit europäischer Dimension
MdL Grudrun Pieper bei CDU-Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit im Walter-Peters-Park
 Eine der 16 Eichen, die nach der Wende vom CDU-Kreisverband-Heidekreis und vom CDU-Stadtverband Schneverdingen im Walter-Peters-Park entlang der Zuwegung zur Verdener Straße gepflanzt wurden, ist jetzt dem Bundesland Bayern gewidmet. Am gestrigen Tag der Deutschen Einheit stellten Vertreter der Partei das dazugehörige Schild auf. „Wir sind ein Volk, wir sind Schneverdingen, wir sind der Heidekreis, wir sind Deutschland, wir sind Europa.“ Mit diesen Worten machte Grudrun Pieper, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Kreisverbandes, auf die große Bedeutung der Deutschen Einheit aufmerksam. Denn mit dem Selbstbewusstsein sei vor 23 Jahren ein freies, vereintes, demokratisches Deutschland entstanden.
 „Mutige Bürger rissen 1989 die Mauer nieder, stürzten eine Diktatur. Die damals politisch Verantwortlichen ebneten entschlossen und zugleich besonnen den Weg zur deutschen Einheit. Seit dem 3. Oktober 1990 gestalten wir ihn gemeinsam, Menschen in Ost und West, führten sie aus“, so Piper weiter.

„Wir sind das Volk, dichtete Ferdinand Freiligrath 1848 in den Tagen der deutschen Revolution, wir sind ein Volk heißt es seit dem 3. Oktober 1990“, sagte Pieper. Dazwischen lägen anderthalb Jahrhunderte schwierigere deutscher Geschichte im Ringen um Einigkeit und Freiheit. Die glücklichsten Momente der deutschen Nachkriegsgeschichte, der Fall der Mauer und die deutsche Einheit hätten eine europäische Dimension, denn ohne die Überwindung der Spaltung Europas wäre die deutsche Einheit nicht möglich gewesen.

 

 

Keine Mauern

In Europa müssten zwar keine Mauern mehr zum Einsturz gebracht werden, aber um Europa zu vereinigen, brauche es wiederum besonnene und weitsichtige Politik, immer mit dem Grundgedanken Erhalt des Friedens und der Freiheit, meinte die Landtagsabgeordnete. Denn Deutschland und Europa seien in ihren Augen schon lange keine Gegensätze mehr, es seien zwei Betrachtungen des gleichen Sachverhaltes.

 

„Unser Verständnis für ein vereintes Deutschland, für ein vereintes Europa ist das Verständnis einer großen Idee, einer Vorstellung vom Menschen und seiner Würde und seiner Freiheit und seines Anspruchs auf Selbstbestimmung, eben von all dem, wofür vor über zwei Jahrzehnten Deutsche in einem Teil unseres Landes noch mutig aufbegehren mussten“, sagte Pieper.

„Es gab damals keinen vorgegebenen Weg, dem wir hätten einfach folgen können. Wir mussten ihn selbst suchen und finden und dabei manche Zweifel und viele Hindernisse überwinden, brachte sie zum Ausdruck.“ Und weiter: „Wir hier in Deutschland, sowie die Europäische Union, bleiben gewiss hinter manchen Ansprüchen zurück, die uns aus der Praxis demokratisch verfasster Nationalstaaten vertraut sind. Aber wahr ist auch, dass es keine andere Staatengemeinschaft oder internationale Organisation gibt, die eine vergleichbare oder gar höhere demokratische Legitimation ihrer Organe und deren Entscheidungen aufweist als unsere Parlamente.“

Mit dem Abspielen der Nationalhymne durch die Stadtfalken endete der offizielle Teil der Gedenkfeier.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon